Get Together
Der Auftakt zum CSD
Freitag, den 21.08.2026
Parade der Vielfalt
Für Gleichberechtigung und Akzeptanz
Samstag, den 22.08.2026
13 Uhr
Berliner Platz (zwischen Kinodrom und Mariengymnasium)
Fest der Vielfalt
Feiern und informieren
Samstag, den 22.08.2026
14 Uhr
Sankt-Georg-Platz
Aftershowparty
Der krönende Abschluss
Samstag, den 22.08.2026
20 Uhr
Freudenhaus Bocholt
Was ist ein CSD?
Der CSD (Christopher Street Day) ist eine jährliche Demonstration, die in vielen Städten weltweit stattfindet, um die Rechte und die Sichtbarkeit der LGBTQIA+-Gemeinschaft zu feiern und zu fördern. Der Name leitet sich von der Christopher Street in New York City ab, wo 1969 die sogenannten Stonewall-Unruhen stattfanden, die als Wendepunkt im Kampf für die Rechte homosexueller Menschen gelten. Während eines CSD gibt es oft Paraden, Kundgebungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen, um auf die Anliegen und die Vielfalt der queeren Gemeinschaft aufmerksam zu machen.

Weitere Informationen über den Ursprung des CSDs
In New York mussten homosexuelle Menschen ihre Treffpunkte und sozialen Räume oft im Verborgenen halten, da sie ständig mit Verhaftungen, Überwachung und Diskriminierung durch die Polizei rechnen mussten. Eine der wenigen Bars, die für die queere Community als sicherer Zufluchtsort galt, war das Stonewall Inn im Stadtteil Greenwich Village. Diese Bar war vor allem bei Schwulen, Lesben, Transpersonen und Drag Queens sehr beliebt, wurde jedoch regelmäßig von der Polizei durchsucht, da homosexuelle Handlungen noch immer kriminalisiert waren.
In der Nacht des 27. Juni 1969 führte die Polizei eine Razzia im Stonewall Inn durch, die zu dieser Zeit eine gängige Praxis war. Die Polizei wollte die Bar schließen, weil sie unter Verdacht stand, gegen die Vorschriften zu verstoßen. Normalerweise wurden in solchen Razzien die Gäste verhaftet, insbesondere diejenigen, die sich „unmännlich“ oder „unweiblich“ verhielten, was oft Drag Queens, Transpersonen und Gendernonkonforme betraf. Doch an diesem Abend war die Reaktion der Gäste des Stonewall Inn anders als bei den früheren Razzien.
Als die Polizei versuchte, die Gäste festzunehmen, wehrten sich die Menschen im Stonewall Inn zum ersten Mal massiv. Berichten zufolge war es eine Transfrau oder Drag Queen, die sich zunächst gegen ihre Festnahme wehrte und einen Polizisten angriff. Dies führte zu einer Welle von Protesten. Die Menge, die sich zunächst vor der Bar versammelt hatte, wuchs schnell und verwandelte sich in einen Aufstand. Die Polizei war mit der Situation überfordert und die Gäste der Bar begannen lautstark gegen die Ungerechtigkeit der Polizeimaßnahmen protestierten.
Der Aufstand dauerte mehrere Nächte, wobei die Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrierenden und der Polizei immer wieder aufflammten. Die Ereignisse in der Stonewall Inn erregten landesweit Aufmerksamkeit und markierten einen Wendepunkt: Menschen, die sich zuvor im Verborgenen oder in Angst vor Verhaftungen versteckten, begannen, öffentlich für ihre Rechte einzutreten. Es war ein Moment des kollektiven Widerstands, bei dem die queere Community ihre Sichtbarkeit und ihren Mut zeigte und sich gegen die jahrzehntelange Diskriminierung erhob.
Diese Aufstände wurden als „Stonewall Riots“ bekannt und gelten als Beginn einer neuen Ära der LGBTQIA+ Bewegung. Sie waren der Ausgangspunkt für die Entstehung von Organisationen, die sich für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transpersonen einsetzten. Ein Jahr nach den Stonewall Riots, im Juni 1970, fand in New York die erste Christopher Street Day (CSD)-Parade statt, die die Forderungen nach Gleichberechtigung und Akzeptanz lautstark und sichtbar in die Gesellschaft trug.
Der Name „Christopher Street“ bezieht sich auf die Straße, an der sich das Stonewall Inn befand. Der CSD wurde als politische Demonstration ins Leben gerufen, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und die Rechte von LGBTQIA+ Menschen zu fordern. Im Laufe der Jahre verbreiteten sich CSD-Feiern weltweit und wurden zunehmend zu einer Mischung aus Protest und Feier. Die Paraden, die heute häufig Bestandteil eines CSD sind, dienen als Ausdruck der Selbstbewusstwerdung, des Stolzes und der Forderung nach Gleichberechtigung.
Der CSD ist nicht nur eine Feier der queeren Kultur, sondern auch eine Mahnung, dass der Kampf für die Rechte von LGBTQIA+ Menschen noch immer nicht abgeschlossen ist. In vielen Ländern, auch in Deutschland, gibt es noch immer Herausforderungen, wie etwa die Bekämpfung von Diskriminierung, die Förderung von Akzeptanz und die rechtliche Gleichstellung.
Er ist eine weltweite Veranstaltung, bei der Menschen verschiedener sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten zusammenkommen, um für eine Gesellschaft ohne Vorurteile und für gleiche Rechte für alle zu demonstrieren und zu feiern. Es ist ein Tag des Stolzes, der Solidarität und der Erinnerung an den Mut derjenigen, die vor Jahrzehnten für die Rechte der LGBTQIA+ Community gekämpft haben.

Wann findet der CSD statt?
Wir freuen uns, euch zum zweiten CSD in Bocholt einzuladen!
Am 22. August 2026 werden wir die Vielfalt und die Rechte der LGBTQIA+-Gemeinschaft feiern. Schließt euch uns an, um ein Zeichen für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Liebe zu setzen.
Es werden unterschiedliche Programmpunkte für den Tag geplant. Mit der Parade der Vielfalt wird es einen Demonstrationsumzug geben, aber auch ein Fest der Vielfalt mit buntem Programm und eine Aftershow-Party sind in Planung.
Kommt vorbei, bringt Freunde mit und seid Teil dieses wunderbar bunten Moments für Bocholt. Lasst uns gemeinsam feiern und ein starkes Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen!
Der 2. Bocholter CSD beginnt in

Das Motto
„Grenzenlos Stolz – Nie wieder still“ – dieses Motto ist mehr als nur ein Spruch. Es ist ein Statement. Ein Gefühl. Eine Haltung. Und in diesem Jahr ist es auch ein Aufschrei.
Mit „Grenzenlos Stolz“ setzen wir ein Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und gelebte Freiheit über alle Grenzen hinweg. In einer Stadt wie Bocholt, in der die Grenze zu den Niederlanden nicht nur sichtbar, sondern Teil des alltäglichen Lebens ist, wollen wir zeigen, dass Vielfalt keine Grenzen kennt. Orte wie Suderwick und Dinxperlo, durch die die Landesgrenze mitten hindurch verläuft, stehen sinnbildlich für ein friedliches Miteinander ohne Schranken.
Doch Grenzen verlaufen nicht nur geografisch. Es sind oft die unsichtbaren Barrieren im Alltag, die Menschen ausgrenzen: Vorurteile, Diskriminierung, Gewalt. Grenzen, die durch starre Geschlechterrollen gezogen werden, durch Rassismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit, soziale Ungleichheit oder religiöse Intoleranz. Unser CSD richtet sich gegen all diese Trennlinien – und steht für eine Gesellschaft, in der jede*r frei leben, lieben und sein kann.
Und wir sind stolz. Stolz auf unsere Community, auf jede einzelne Person, die für sich einsteht, sichtbar ist, kämpft, liebt und lebt – auch dann, wenn ihr Steine in den Weg gelegt werden. Wir feiern unser Leben, unsere Identität, unseren Mut. Wir sind stolz auf unsere Community, auf unser Leben, auf unseren Weg. Und dieser Stolz kennt keine Grenzen. Eben: Grenzenlos Stolz.
In diesem Jahr ergänzen wir unser Motto um einen weiteren, kraftvollen Satz: Nie wieder still.
Damit schließen wir uns der bundesweiten Kampagne vieler CSD-Vereine an, die sich dem wachsenden Rechtsruck, der zunehmenden Queerfeindlichkeit und dem Angriff auf unsere demokratischen Werte entschieden entgegenstellt.
Wir werden nicht schweigen, wenn Menschenrechte untergraben werden. Wir werden nicht still sein, wenn queere Menschen bedroht, angegriffen oder mundtot gemacht werden sollen. Wir sind laut – auf der Straße, im Alltag, in der Politik.
Denn Sichtbarkeit ist Schutz. Stimme ist Widerstand. Und Stolz ist unser Werkzeug gegen den Hass.
Wir sind stolz auf unsere Community, auf unsere Geschichte, auf unseren Weg – und wir werden nie wieder still sein.
Teilnahmemöglichkeiten
Um sich beim CSD zu beteiligen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
In den folgenden Abschnitten erfährst du mehr dazu, wie du zum Gelingen des CSD beitragen kannst.

Sponsoring und Spenden
Unternehmen und Privatpersonen können den CSD finanziell unterstützen. Dies hilft, die Veranstaltung zu finanzieren und sorgt dafür, dass sie ein Erfolg wird. Sponsoren erhalten Werbemöglichkeiten und können so ihre Unterstützung für die queere Gemeinschaft öffentlich zeigen.
Hier findet ihr unser Sponsoringkonzept für den CSD 2026 (oder als PDF)
Und hier gelangt ihr zu unserer Unterstützerseite des Vereins
Volunteer während des Tages
Freiwillige sind das Rückgrat eines jeden CSD. Sie können bei der Organisation, beim Aufbau von Ständen, der Betreuung von Gästen und der Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs der Veranstaltung helfen. Ehrenamtliche Arbeit bietet die Möglichkeit, aktiv Teil der Gemeinschaft zu sein und neue Kontakte zu knüpfen.
Du möchtest dich ehrenamtlich engagieren?
Teilnahme an der Parade der Vielfalt
mit Fahrzeug oder als Fußgruppe
Die Teilnahme an der Parade der Vielfalt ist eine kraftvolle Möglichkeit, Solidarität zu zeigen. Ob als Einzelperson, in einer Gruppe oder mit einem eigenen Wagen – die Präsenz auf der Straße ist ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung und Akzeptanz.
Hier geht´s zu den Teilnahmebedingungen
Hier geht´s zur Anmeldeseite für die Parade der Vielfalt
Die Anmeldefrist für Fahrzeuge ist leider abgelaufen. Ihr düft aber gern auch als Fußgruppe oder Einzelperson teilnehmen. Dafür ist keine Anmeldung erforderlich.
Teilnahme an der Parade der Vielfalt
auf dem Wagen von Bocholt Pride
Sichere dir einen Platz auf dem Truck des Bocholt Pride e.V. und erlebe die Parade der Vielfalt aus einer besonderen Perspektive.
Gemeinsam mit Drag Queens und DJ Martin@More begleitest du die Demo direkt auf unserem Wagen durch die Bocholter Innenstadt.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Teilnahme als Standbetreiber beim Fest der Vielfalt
Organisationen und Unternehmen, die sich für queere Rechte einsezten, können Stände auf dem Fest der Vielfalt betreiben, um Informationen bereitzustellen. Dies ist eine großartige Gelegenheit, mit der Community in Kontakt zu treten und Sichtbarkeit zu erlangen.
Hier geht´s zu den Standbedingungen
Hier geht´s zur Anmeldeseite für das Fest der Vielfalt
Die Anmeldefrist für Stände ist leider abgelaufen.
Teilnahme als Artist, Speaker oder Community-Act
Das Bühnenprogramm ist ein zentraler Bestandteil des CSD. Ob politischer Redebeitrag, musikalische Performance oder künstlerischer Act, die Bühne bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der Community zu zeigen und das Publikum zu begeistern.
Schick uns einfach deine Bewerbung per Mail
Für dieses Jahr nehmen wir keine Acts mehr an, aber bewirb dich gern schon mal für das kommende Jahr.
Jede dieser Beteiligungsmöglichkeiten trägt dazu bei, den CSD zu einem bunten und erfolgreichen Ereignis zu machen. Egal, wie man sich beteiligt, das gemeinsame Ziel ist es, die Vielfalt und die Rechte der queeren Gemeinschaft zu feiern und zu fördern.
Unsere Forderungen
Da es sich bei dem CSD um eine Demonstration handelt, haben wir auch entsprechende Forderungen formuliert, denen durch diese Demonstration auf dem Zug und dem Straßenfest Gehör verschafft werden soll. Diese Forderungen umfassen folgende Themengebiete:
① Schutz vor Diskriminierung und Förderung von queerer Arbeit
- Erweiterung des Artikel 3 GG: Wir fordern die Erweiterung des Artikel 3 des Grundgesetzes, um die sexuelle und geschlechtliche Identität explizit als geschützte Merkmale vor Diskriminierung zu benennen und damit die Gleichstellung von queerer Personen auf allen Ebenen rechtlich zu verankern.
- Antidiskriminierungsgesetzgebung: Verstärkung der Anti-Diskriminierungsgesetze auf Landes- und kommunaler Ebene, um queere Menschen vor Diskriminierung im Arbeitsumfeld, in Bildungseinrichtungen und in der Gesundheitsversorgung zu schützen.
- Förderung von queerer Arbeit und Initiativen: Wir fordern die Stadt Bocholt und das Land NRW auf, die Gründung und Förderung queerer Initiativen, Beratungsstellen und Freizeitmöglichkeiten zu unterstützen, um den queeren Raum zu erweitern und für ein nachhaltiges Engagement in Bocholt zu sorgen.
② Bildung und Aufklärung
- Inklusive Lehrpläne: Einführung und Umsetzung von Lehrplänen, die die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen berücksichtigen. Aufklärung und Sensibilisierung über queere Themen sollen fester Bestandteil der schulischen Ausbildung werden.
- Regelmäßige Aufklärungsangebote: Wir fordern die Stadt Bocholt auf, regelmäßige Workshops und öffentliche Veranstaltungen zur Aufklärung über queere Themen und Rechte anzubieten, um die gesamte Bevölkerung zu erreichen und bestehende Vorurteile abzubauen.
- Aufklärungsworkshops und Informationsveranstaltungen an Schulen: Die Stadt Bocholt soll Workshops und Informationsveranstaltungen in Kooperation mit queeren Vereinen und externen Partner*innen an Schulen und Bildungseinrichtungen unterstützen, um die junge Generation für queere Themen zu sensibilisieren.
- Förderung von außerschulischen Bildungsprojekten: Bereitstellung kommunaler Mittel zur Förderung von außerschulischen Bildungsprojekten zu queeren Themen in der Jugendarbeit, um die Aufklärung auch außerhalb des schulischen Rahmens voranzutreiben.
- Schaffung eines queeren Bildungsnetzwerks: Aufbau eines Netzwerks von Pädagog*innen und Sozialarbeiter*innen im ländlichen Raum, um den Austausch und Fortbildungen zu queeren Themen zu ermöglichen und die Sensibilisierung im Bildungsbereich zu stärken.
③ Sicherheit im öffentlichen Raum
- Queere Ansprechstelle bei der Polizei: Einrichtung einer speziellen Ansprechstelle innerhalb der Polizei NRW, die sich mit Diskriminierung und Hasskriminalität gegenüber queeren Personen befasst. Diese Ansprechstelle soll als Anlaufstelle für Opfer von queerfeindlichen Übergriffen dienen.
- Sicherer öffentlicher Raum: Wir fordern von der Stadt Bocholt und der Polizei verstärkte Maßnahmen zur Sicherstellung von Schutzräumen für queere Menschen im öffentlichen Raum. Diskriminierung und Übergriffe müssen konsequent verfolgt und geahndet werden.
- Konsequente Verfolgung und Bestrafung von Hatespeech: Wir fordern die konsequente Verfolgung und Bestrafung von Hatespeech, insbesondere in Bezug auf queerfeindliche Äußerungen in öffentlichen Räumen, sozialen Medien und anderen Plattformen. Hassrede muss nicht nur juristisch geahndet, sondern auch öffentlich als unzulässig und gefährlich für die gesellschaftliche Integration benannt werden.
④ Gesundheitsversorgung und HIV/Aids-Prävention
- Bessere Gesundheitsversorgung für queere Menschen: Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, einschließlich spezifischer Beratungsangebote und sexueller Gesundheitsvorsorge für queere Personen. Insbesondere soll der Zugang zu HIV-Prävention und -Behandlung sowie psychotherapeutischen Angeboten sichergestellt werden.
- Bekämpfung der Stigmatisierung im Gesundheitswesen: Schulungen für medizinisches Personal zur Sensibilisierung gegenüber queeren Bedürfnissen und zur Verhinderung von Stigmatisierung, insbesondere im Umgang mit HIV/AIDS und anderen gesundheitlichen Themen.
- Förderung von Präventionsmaßnahmen: Wir fordern eine gezielte Förderung von HIV/AIDS-Prävention in Bocholt, die spezifisch auf die Bedürfnisse der queeren Community zugeschnitten ist, sowie die Bereitstellung von mehr Aufklärung und Testmöglichkeiten.
- Trans*-Gesundheitsversorgung: Eine bessere medizinischen und psychologische Versorgung für Trans*Personen, einschließlich der Übergangsbehandlung und psychotherapeutischen Unterstützung. Es müssen umfassende, barrierefreie und spezialisierte Angebote für die Trans*-Community in Bocholt und NRW geschaffen werden.
⑤ Queeres Leben im ländlichen Raum
- Ausbau queerer Infrastruktur im ländlichen Raum: Wir fordern die Stadt Bocholt auf, in ländlichen Gebieten vermehrt sichere Räume, Beratungsangebote und Anlaufstellen für queere Personen zu schaffen, um Isolation und Diskriminierung zu verhindern.
- Schaffung von Sichtbarkeit für queeres Leben im ländlichen Raum: Unterstützung von Projekten, die die Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Lebensrealitäten im ländlichen Raum stärken. Dazu gehört auch die Förderung von Kultur- und Freizeitveranstaltungen, die für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich sind, sowie die Unterstützung von queeren Vereinen und Gruppen durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und Fördermitteln.
- Regelmäßige Sichtbarkeitsaktionen im ländlichen Raum: Durchführung von regelmäßigen Sichtbarkeitsaktionen im ländlichen Raum, z.B. durch das Hissen von Pride-Flaggen an öffentlichen Gebäuden zum IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie).
- Aufbau eines kommunalen Netzwerks für queere Themen: Wir fordern den Aufbau eines Netzwerks, das lokale queere Vereine, Initiativen, Unternehmen und städtische Institutionen miteinander verbindet und regelmäßige Zusammenarbeit und Austausch zu queeren Themen ermöglicht.
⑥ Trans*rechte und Vielfalt
- Trans*Rechte und Geschlechtervielfalt im Bildungssystem: Einführung und Förderung von Programmen, die Transgender-Rechte und die Anerkennung von Geschlechtervielfalt im Bildungssystem stärker berücksichtigen.
- Rechtliche Anerkennung von Non-Binary Identitäten: Wir fordern die rechtliche Anerkennung für Menschen, die sich nicht in das traditionelle binäre Geschlechtersystem einordnen lassen.
- Asexualität und Aromantik anerkennen: Eine breitere Anerkennung von Asexuellen und Aromantischen innerhalb der queeren Community. Dazu gehört auch, dass diese Identitäten nicht nur von der Gesellschaft anerkannt, sondern auch in öffentlichen Aufklärungsmaterialien und Bildungsangeboten berücksichtigt werden
- Gendersensible Toiletten und Einrichtungen: Förderung von öffentlich zugänglichen, gendersensiblen Toiletten und Umkleideräumen in städtischen Einrichtungen, Schulen, Behörden und öffentlichen Gebäuden. Diese sollen für Menschen jeglicher Geschlechtsidentität zugänglich sein.
⑦ Unterstützung von queeren Familien und Kinderrechten
- Elternrecht und Adoption für queere Paare: Auch wenn die Ehe für alle bereits gesetzlich verankert ist, fordern wir eine bessere Unterstützung und Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Bereich der Adoption und der Elternrechte. Es muss auch ein diskriminierungsfreier Zugang zur Reproduktionsmedizin für queere Paare sichergestellt werden.
- Rechte queerer Familien stärken: Eine Forderung nach gezielten Maßnahmen zur Sicherstellung der Gleichbehandlung von queeren Familien, z.B. durch steuerliche Erleichterungen und rechtliche Unterstützung bei der Kindessorge.
- Förderung von inklusiven Familienmodellen: Unterstützung und Aufklärung zu Familienmodellen, die queere Familien berücksichtigen, und Sicherstellung von Unterstützung für alle Arten von Familienkonstellationen, unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung
⑧ Jugendarbeit
- Sexuelle Aufklärung für queere Jugendliche: Spezielle Aufklärungskampagnen und Programme, die auf die Bedürfnisse von queeren Jugendlichen eingehen, z.B. zu den Themen Sexualität, sichere sexuelle Praktiken und der Umgang mit eigenen Gefühlen und Beziehungen.
- Förderung queerer Jugendprojekte im ländlichen Raum: Förderung von queeren Jugendprojekten, insbesondere im ländlichen Raum, durch mobile Jugendtreffs oder Workshops in kleineren Gemeinden, um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und Unterstützung zu finden
⑨ Senior*innenarbeit für queere Menschen
- Förderung von Programmen für queere Senior*innen: Schaffung von Programmen und speziellen Wohnformen für ältere queere Menschen, um ihnen ein Leben in Würde und ohne Diskriminierung zu ermöglichen. Dies schließt nicht nur den Zugang zu diskriminierungsfreien Pflegeeinrichtungen und Altersheimen ein, sondern auch das Bereitstellen von altersgerechten Beratungsdiensten.
- Sensibilisierung von Pflegepersonal: Schulungen und Aufklärungsmaßnahmen für Pflegepersonal, um sicherzustellen, dass queere Menschen in Altersheimen, Pflegeeinrichtungen und anderen Betreuungsdiensten respektvoll behandelt und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden.
⑩ Internationale Perspektive, Solidarität und Asylrecht
- Verbesserung des Asylrechts für queere Geflüchtete: Wir fordern eine verbesserte rechtliche Stellung und Schutz von queeren Geflüchteten, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in ihren Heimatländern verfolgt werden. Der Zugang zu sicheren Unterkünften und Unterstützung muss gewährleistet sein
- Schutz von queeren Geflüchteten in Bocholt: Die Stadt Bocholt soll sicherstellen, dass queere Geflüchtete in der Region einen diskriminierungsfreien Zugang zu sozialen und psychischen Unterstützungsangeboten erhalten.
- Internationale Solidarität mit queeren Menschen: Die Stadt Bocholt soll sich für queere Rechte weltweit einsetzen, insbesondere in Ländern, die queere Rechte unterdrücken. Wir fordern die Unterstützung internationaler queerer Netzwerke und die Förderung von Partnerschaften, die grenzüberschreitende Solidarität ermöglichen.
⑪ Arbeitsplatz und Wirtschaft
- Gleichbehandlung am Arbeitsplatz: Wir fordern eine klare gesetzliche Regelung, die Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität verhindert. Besonders in kirchlichen Einrichtungen und anderen religiösen Institutionen soll eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung sichergestellt werden.
- Unterstützung von queeren Personen in der Arbeitswelt: Initiativen zur Schaffung inklusiver Arbeitsplätze für queere Menschen und zur Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz. Dazu gehören auch Mentoring-Programme und die Förderung von Diversität in Unternehmen.
⑫ Kultur und Sport
- Förderung queerer Kunst und Kultur: Wir fordern eine verstärkte Unterstützung und Förderung von queeren Kunst- und Kulturprojekten, auch in der Stadt Bocholt. Insbesondere soll die Stadt Bocholt lokale queere Künstler*innen und Veranstaltungen unterstützen. Dies kann durch spezielle Förderprogramme, Preisgelder oder Veranstaltungen geschehen, die die lokale queere Kunstszene sichtbar machen.
- Kampf gegen Queerfeindlichkeit im Sport: Förderung von Initiativen zur Bekämpfung von Queerfeindlichkeit im Sport auf allen Ebenen, von der Amateurebene bis zum Profisport. Wir fordern die Entwicklung von inklusiven und respektvollen Sportstrukturen.
- Sichtbarkeit von queeren Sportler*innen: Förderung von queeren Sportler*innen und speziell ausgerichteten Sportangeboten, die queere Personen unterstützen und stärken.
⑬ Soziale Integration und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit
- Förderung von Kooperationen und Dialog: Wir setzen uns für regelmäßige Gespräche zwischen der Stadtverwaltung, politischen Entscheidungsträger*innen, queerer Gruppen und der breiten Bevölkerung ein, um eine kontinuierliche Sensibilisierung und die Förderung eines respektvollen Miteinanders zu gewährleisten.
- Zivilgesellschaftliche Allianzen: Der CSD in Bocholt soll auch als Plattform dienen, um über den CSD hinaus langfristige Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aufzubauen, die sich für Vielfalt, Toleranz und gegen Diskriminierung einsetzen.
Zusätzliche Anmerkungen:
- Öffentliche Aktionen und kontinuierlicher Dialog: Um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken, sollen über den CSD hinaus das ganze Jahr über kleinere Aktionen und regelmäßige Gespräche mit politischen Entscheidungsträger*innen durchgeführt werden, um queere Themen in der Stadtgesellschaft langfristig zu verankern.
Sponsoren und Kooperationspartner
An dieser Stelle möchten wir unseren herzlichsten Dank an unsere Sponsoren und Kooperationspartner ausrichten.
Ohne diese starken Partner an unserer Seite wäre es uns nicht möglich das Ganze durchzuführen.
Noch kein Sponsor oder Partner? Dann gibt´s hier mehr Informationen.
Die Acts
Hier findet ihr alle teilnehmenden Akteure mit Bild.
Für eine kurze Beschreibung schaut einfach in den jeweiligen Programmpunkten nach.
Alice King
Fest der Vielfalt – Drag Stage

Andrea Peuler-Kampe
Fest der Vielfalt – Redebeitrag

Bingus Bongus
Fest der Vielfalt – Drag Stage

Candy Cockwell
Fest der Vielfalt – Drag Stage | Aftershow-Party – DJ

Helmut Metzner
Fest der Vielfalt – Redebeitrag

LéLé Cocoon
Fest der Vielfalt – Drag Stage | Aftershow-Party – DJ

Loreley Rivers
Fest der Vielfalt – Drag Stage

Ludi
Fest der Vielfalt – Moderation und Gesang

Martin@more
Parade der Vielfalt – DJ | Aftershow-Party – DJ

Miss Epona Pandora
Aftershow-Party – Drag

Remo Rivers
Fest der Vielfalt – DJ

Ripley Myers
Fest der Vielfalt – Moderation Podiumsdiskussion

Ryann
Fest der Vielfalt – Gesang

Sarah Hübers
Fest der Vielfalt – Gesang

Sugar van Shock
Aftershow-Party – DJ

The only Naomy
Fest der Vielfalt – Moderation

The Trashy Gorgous
Aftershow-Party – Drag

Thorsten Jansen
Fest der Vielfalt – Redebeitrag











